auskunftsbegehren.at

Wir sind bald online!

In Kürze wird es hier einen Generator geben, mit dem man sich Auskunftsbegehren ganz bequem online zusammenstellen kann. Bis es soweit ist, gibt es hier ein paar allgemeine Infos und eine Vorlage zum selbst anpassen.

Mitarbeiten

Am Generator

Wir freuen uns wenn du mitarbeiten willst! Den Code findest du auf GitHub!

Bei der Adressdatenrecherche

Für Leute die nicht programmieren können oder wollen gibt es die Möglichkeit bei der Adressdatenrecherche zu helfen. Dazu bitte möglichst vollständig

an office (ät) auskunftsbegehren (punkt) at schicken. Im ersten Schritt orientieren wir uns an österreichischen Datenverarbeitern.

Spenden

Da der Betrieb der Infrastruktur nicht gratis ist freuen wir uns auch immer über spenden.
IBAN: AT94 1420 0200 1096 8365
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Was ist ein Datenauskunftsbegehren?

In Österreich gibt es zumindest theoretisch ein verfassungsrechtlich geregeltes Grundrecht auf Datenschutz. Dieses Recht wurde schon mehrmals untergraben, zuletzt durch das sogenannte Staatsschutzgesetz und davor durch Gesetze wie die (vom europäischen Gerichtshof für rechtswidrig erklärte) Vorratsdatenspeicherung. Ein Teil dieses Grundrechts ist es, dass jede Person das Recht hat, zu erfahren, welche Daten über sie verarbeitet und an wen diese Daten weitergegeben werden. Das geschieht mit einem sogenannten Datenauskunftsbegehren. Einfach gesagt ist das der Brief bzw. das Fax, mit dem Du die Auskunft verlangst. Das kannst Du ein mal im Jahr pro "Gegenstelle" machen. Die Auskunft muss gratis, schriftlich, allgemein verständlich und innerhalb von acht Wochen erteilt werden. Im Fall von falschen Datensätzen hast du das Recht diese Ändern zu lassen.

Du hast allerdings auch die Pflicht am Datenauskunftsbegehren mitzuwirken und deine Identität nachzuweisen. Die am häufigsten gewählten Wege, das zu tun, sind zusätzliche Informationen (wie z. B. Deine Kundennummer, KFZ-Kennzeichen, eventuelle frühere akademischen Grade und Namen etc.) anzugeben, sowie eine Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises beizulegen. Manchmal kommt es vor, dass von Dir weitere Mitwirkung verlangt wird, aber dann wird Dir auch genau gesagt was du tun musst. Wenn Du Deine Auskunft nicht innerhalb von acht Wochen oder unvollständig erhältst, hast du das Recht eine Beschwerde bei der Datenschutzbehörde zu erheben oder alternativ eine Klage einzureichen.

Unter bestimmten Bedingungen (geregelt in § 26 (2) DSG 2000) kann die Auskunft verweigert werden. In diesem Fall bekommst Du einen Hinweis, dass zu Deiner Person "keine der Auskunftspflicht unterliegenden Daten vorhanden sind". Auch das muss innerhalb dieser acht Wochen passieren. Die Auskunft muss die verarbeiteten Daten (also wirklich die Inhalte der Datensätze – für den Datensatz /Vorname/ muss es daher lauten "Vorname: Sebastian". Einfach nur "Wir verarbeiten Ihren Namen, Ihre Adresse, ..." reicht nicht!), die Herkunft dieser Daten und an wen sie übermittelt wurden sowie die Dienstleister enthalten. Weiters ist die Rechtsgrundlage, auf welcher die Daten erhoben, gespeichert und weitergegeben wurden, und Zweck der Datenwendung bekannt zu geben.

Die Auskunft muss in allgemein verständlicher Form erteilt werden – also keine unverständlichen Aufzählungen von irgendwelchen Abkürzungen.

Verlange niemals Auskunft und Löschung Deiner Daten gleichzeitig! Nach Einlangen Deines Auskunftsbegehrens tritt eine viermonatige Sperre in Kraft, in denen der Datenverarbeiter Deine Daten nicht löschen darf. Das dient zur Erhaltung der Daten, falls Du Beschwerde bei der Datenschutzbehörde einreichst.

Vorlage

LibreOffice/OpenOffice Microsoft Word PDF